20 Jahre Hospiz Hürth e.V.

20 Jahre Hospiz huerth

 

Folie2Die Erfahrungen in der Sterbebegleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase gleichen nicht selten den zu Ende gehenden Klängen eines Musikstücks.

Annelie Keil schreibt in ihrem Buch 'Das letzte Tabu':

„Der Sterbende selbst komponiert die Schlussmelodie, setzt die letzten Farbtupfer in sein Lebensbild und schweigt über das, was ungesagt bleiben soll.

Was uns am Ende des Lebens bewegen wird, wissen wir letztlich nicht ...“

Mit großem Respekt vor dieser Selbstbestimmung und Individualität eines jeden Lebens und Sterbens begleiten wir nun seit 20 Jahren Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Wir möchten Sie in unserem Jubiläumsjahr 2018 zu allen Veranstaltungen sehr herzlich einladen!

 

Nachlese: Abend mit Rilke LiedernC Bilder 05

Lassen sich die Gedichte aus der Feder von Rainer Maria Rilke wirklich singen? Ja – das ist in der Tat möglich.

Davon überzeugen und gleichermaßen beeindrucken ließen sich am 26. November 2017 in der Gelben Villa in Hürth-Kendenich mehr als 40 singefreudige Gäste. Sie wurden von Dieter Wienand, der über eine langjährige musikpädagogische Erfahrung verfügt, auf eine beeindruckende Mitsinge-Reise „an die Hand genommen“. Unabhängig von den sicher unterschiedlichsten mitgebrachten Erwartungen der zahlreichen Gäste eine äußerst interessante und unterhaltsame Reise, die viele neue Eindrücke mit sich brachte.

Die Inhalte der Poesie Rilkes sind bekanntermaßen keine leichte Kost. Sie führen uns/den Leser zu den wesentlichen Themen des Seins: Leben, Sterben, Tod, Veränderung, Liebe und Leiden. Das Besondere an Wienands Vertonungen ist, dass uns diese Themen dadurch auf besondere Art leichter, transparenter und durch das Singen zugänglicher begegnen. Fürwahr eine ganz ungewohnte, doch gelungene Werbung für die Poesie von Rilke.Bildgeschichte 05

Ein Gast kam nach der Pause dem Aufruf nach, ein mitgebrachtes Gedicht von Rilke frei und ohne musikalische Begleitung zu sprechen. Ute Remus, ihres Zeichens Autorin und Rezitatorin hatte das überaus passende Gedicht Sankt Christofferus ausgewählt. Der Nothelfer Christofferus vernimmt die Rufe eines Kindes, das von ihm durch den Fluß getragen werden möchte - es war ein besonderes Kind.

An diesem ungemütlichen Novembertag schaffte es der leidenschaftliche Musiker und Anstifter zum Singen, mit seiner ihm eigenen, gewinnenden, ansprechenden Art, dem erwartungsvollen Publikum sehr schnell seine Vertonungen nahe zu bringen – sie geradezu aufzusaugen. Passend zur Jahreszeit begann er mit dem Gedicht „Herbst“. Darauf folgten „Du musst das Leben nicht verstehen“, „Wenn es nur einmal so ganz still wäre“. Zur Stille wurden dann auch von ihm die Gäste eingeladen, ein- und ausgeleitet durch Zimbelklang.

Die Gelbe Villa empfing uns mit ihrem wunderschönen Ambiente, der Kamin prasselte, auch ein Glas Wein konnte getrunken werden – so wurde uns in jeder Hinsicht warm ums Herz an diesem herbstlichen Spätnachmittag.

 

 Gedenkfeier im November 2018

 

 

May God give you for every storm a rainbow...

Regenbogen

Gott gebe dir in jedem Sturm einen Regenbogen ...

Segenswunsch aus Irland

 

Es gibt

Oasen in der Wüste,

leuchtendes Morgenrot in der Nacht,

Quellen unter Geröll

und eine Hand,

die dich festhält

auch in den dunkelsten Stunden.

 

Es gibt Türen,

die sich wieder öffnen,

Worte, die das Schweigen durchbrechen,

Gesten der Versöhnung

und erste Schritte

auf dem Weg

zu einem Neuanfang.

 

Es gibt Farben des Regenbogens,

Knospen aus trockenen Zweigen,

Trauer, die uns reifen lässt,

und ermutigenden Segen

für dich und mich

   

 

 Liebe Angehörige und Ehrenamtliche,

wir laden Sie ein,

mit uns an Menschen

im Umkreis von HOSPIZ HÜRTH,

zu denken von denen wir

Abschied nehmen mussten.

  

Unser Gedenken findet statt

am Freitag, dem 9. November 2018

um 18:00 Uhr

in der evangelischen Friedenskirche

Martin-Luther-Str. 12

50354 Hürth-Efferen

  

Sie und die Ihren sind

herzlich willkommen !

Ihre 

Anja Kurth

Christiane Schattmann-Arenz

Heribert Müller

Dieter Steves