Hospizforum 1: Spiritualität am Lebensende

 

georgSchwikartVonUweBirnstein1 300x300„Spiritualität“ ist ein schillernder Begriff, der viele Formen von Religionsausübung und Meditation umfasst. Alle verbindet die Überzeugung, dass es mehr gibt als das, was wir sehen und hören, zählen oder definieren können. Spiritualität gewinnt eine besondere Bedeutung, wenn es ernst wird: Am Lebensende helfen keine frommen Phrasen. Da brauchen wir das ehrliche Wort: Diejenigen, die sich auf die letzte Reise machen, aber auch jene, die zurückbleiben. Oder wir brauchen das aufrichtige Schweigen.

Religiöse Menschen können am Ende des Lebens den Glauben verlieren; manche Menschen finden ihn auf der Zielgeraden. Die einen schöpfen aus der Quelle der Tradition, anderen erschwert sie den Weg über die Schwelle. So individuell, wie wir leben und uns spirituell engagieren, so groß ist auch die Bandbreite der Erfahrungen im Angesicht des Todes.

Der Referent analysiert die besondere Situation am Lebensende, berichtet von Erlebnissen aus der Praxis und lädt die Zuhörenden zu Austausch und Diskussion ein.

 

Referent: Pfarrer Dr. Georg Schwikart

Termin:    20. März 2017

Zeit:         19:00 Uhr

Ort:           ev. Kirche Martin-Luther-King; Villering 38; 50354 Hürth

Hospizforum 2: Grenzen des Erträglichen?

veranstaltungsentfall Leben zwischen Resilienz und Widerstand.

 

Es gibt Menschen, die scheinbar nichts „aus der Bahn wirft“,  in schmerzlichen Verlusten, bei schwerster Erkrankung, selbst in der letzten Lebensphase, dem Sterben. Sie lassen sich von widrigsten Umständen erschüttern, aber nicht zerbrechen. Was steckt hinter dieser Fähigkeit, sich letztlich nicht unterkriegen zu lassen, der „Trotzmacht des Geistes“ (V. Frankl)?

 

Die Resilienzforschung zeigt, dass die Psyche eine Art Schutzschirm besitzt, die den Menschen widerstandsfähig(er) und krisenfest(er) machen kann. Der Kern der Resilienz („something underneath“) ist trotz der Erfahrung von Brüchen das Vertrauen in die Fähigkeit, sein Leben gelingend leben und vollenden zu können. Säulen dieses Vertrauens sind u.a.:

 

„Bewältigungs“orientierung; Verlassen der Opferrolle; Akzeptanz; Verantwortung übernehmen; Aktive Lebensplanung.

 

Ob Menschen mit natürlicher Fähigkeit zur Resilenz geboren werden oder das Glück haben, dass ihre Nährquellen für Selbstsicherheit gefördert wurden, lässt sich nicht beantworten, wohl aber die Frage, ob es Resilienz im Umgang mit progredienter Erkrankung gibt, was sie ausmacht und ob sie vom behandelnden Team gestützt oder gefördert werden kann.
 


 

Referentin: Monika Müller M.A. Fachbuchautorin, Therapeutin, Supervisorin, Fortbildnerin, Herausgeberin des Fachmagazins "LEIDfaden" (Vandenhoeck & Ruprecht)

Termin:      9. November 2017

Zeit:           19:00 Uhr

Ort:            AOK Gebäude; Luxemburger Straße 323-325; 50354 Hürth

Hospizforum 3: Abend mit Rilke Liederncd dieter wienand

„Hör Dich ein mit dem Mund“

Eine Einladung an die geneigten HörerInnen: Probieren auch Sie, sprechen und spielen Sie mit den Klängen und Worten, die uns Rainer Maria Rilke hinterlassen und weitergegeben hat.

„...Rilke ist ein Abenteuer für Zunge, Mund, Gaumen. Sprechen Sie die Sätze Rilkes, die Sie betreffen... Erkunden Sie Rilkes < unendliche Landschaft der Worte > sprechend und Ihrem eigenen Sprechen lauschend. Ihr Mund wird es genießen wie eine kostbare Speise und weitergeben an jede Zelle. Und an Ihr Herz.“

Gast: Dieter Wienand

Termin: Sonntag 26. November 2017

Zeit:      17:00 Uhr

Ort:       Gelbe Villa, Nußallee 27, 50354 Hürth