Post on 04 März 2011

Bornheim

Nun regieren die Weiber

Pünktlich um 11.11 Uhr stürmten  an Weiberfastnacht die jecken Heerscharen auf das Hauptportal des Bornheimer Rathauses zu: Bürgermeister Wolfgang Henseler und eine hilflose Rathaus-Männerarmee hatten keine Chance: Der Widerstand hielt etwas mehr als eine Minute – ganze 6 X 11 Sekunden und der Spuk war vorbei und die Narren – voran die jecke Wiever voran mit den Prinzessinnen– im Rathaus.

 FASTELOVEND

Zuvor hatten die Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung die Fronten gewechselt und gemeinsam mit den Tollitäten aus dem Stadtgebiet und deren Gefolge das Schicksal des Bürgermeisters besiegelt: Er musste den überdimensionalen Rathausschlüssel rausrücken, sich vorübergehend sogar Handschellen anlegen lassen und ordentlich am allgemeinen Schunkeln teilnehmen! An die „Macht“ zurück darf Wolfgang Henseler erst wieder am Aschermittwoch, bis dahin regieren jetzt die Karnevalisten in der Stadt Bornheim. Zum nunmehr wiederholten Mal erhielten die Jecken Unterstützung aus dem äußersten Süden der Republik erhalten: Die Kapelle Lumpenmusik aus Wilhelmskirch, unweit des Bodensees hatte musikalisch ordentlich „Dampf gemacht“ und den Sturm aufs Rathaus damit beschleunigt. Schließlich nutzten Bornheims Tollitäten ihren Aufenthalt in der Bürgerhalle des Rathauses für eine gute Tat. Sie überreichten einen überdimensionalen Scheck an Ignaz Pley und Anja Kurth vom Hospiz Hürth. Bornheims Tollitäten hatten bei ihrem Einzug in die Rheinhalle beim Tollitätentreff auf das Werfen von Blumenstrüssche verzichtet. Das dabei eingesparte Geld und das Sammeln von Spenden erbrachte dann den stattlichen Betrag in Höhe von 1.200 €.

Quelle: wir-im-vorgebirge