Post on 23 Mai 2015

kr logo

Bessere Betreuung Sterbender: Letzten Weg leichter machen – Quelle: http://www.rundschau-online.de/23078312 ©2017
Bessere Betreuung Sterbender: Letzten Weg leichter machen – Quelle: http://www.rundschau-online.de/23078312 ©2017
Bessere Betreuung Sterbender: Letzten Weg leichter machen – Quelle: http://www.rundschau-online.de/23078312 ©2017
Bessere Betreuung Sterbender: Letzten Weg leichter machen – Quelle: http://www.rundschau-online.de/23078312 ©2017

„Hospiz macht Schule“ Sterben hat auch Farben

Bessere Betreuung Sterbender: Letzten Weg leichter machen – Quelle: http://www.rundschau-online.de/23078312 ©2017

 

Die Viertklässler der Carl-Orff-Grundschule beschäftigten sich mit dem Sterben als Teil des Lebens. Foto: Rosenbaum

Berlin -

Wer schwer krank ist und im Sterben liegt, soll künftig besser versorgt werden - egal ob zu Hause, in Heimen oder im Krankenhaus. Dabei sollen auch die schätzungsweise 80 000 Ehrenamtlichen und die Familienangehörigen stärker unterstützt werden, die Menschen auf ihrem letzten Weg betreuen.

Der Bundestag beschloss am Donnerstag mit großem Einvernehmen das Hospiz- und Palliativ-Gesetz von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU).

In einer alternden Gesellschaft wird eine gut funktionierende Betreuung todkranker, oft von schweren Schmerzen geplagter Menschen immer wichtiger - trotz deutscher Spitzenmedizin. Die meisten Menschen wollen zu Hause sterben. Doch dies ist nicht immer möglich.

– Quelle: http://www.rundschau-online.de/23078312 ©2017

Hürth -

„Gemischte Farben kommen häufig auf den Bildern vor, die Kinder zum Thema Sterben und Tod malen“, weiß Ignaz Pley vom Hospizverein. Um das eigene Bild zu beschreiben, rief der Moderator der Projektwoche „Hospiz macht Schule“ in der Carl-Orff-Grundschule bei der Präsentation einzelne Kinder nach vorne.

„Ich habe ein Meer der Gefühle gemalt“, erklärte Yousef die Farbtupfer, die in die Wellen regnen. „Eine Gefühlskanone“, nannte Maurice sein Bild. „Meine Sonne ist blau, denn ich mag auch Gewitter“, beschrieb Celina den Kontrast zu ihrer „dunklen Ecke“ auf dem Bild. Mika hat lauter Smileys gemalt, ein blaues, das weint und ein grünes, das lacht.

Achte Auflage von „Hospiz macht Schule“

Fünf ehrenamtliche Hospizmitarbeiterinnen, Birgit Herren, Anna Müller, Beate Väth, Christel Faßbender und seine Frau Agnes Pley, brachte Ignaz Pley mit für die Projektarbeit mit den Kindern. Zum achten Mal fand in Hürth „Hospiz macht Schule“ statt, diesmal in Alstädten/Burbach in der Klasse 4 b von Lehrerin Ilona Nagy. „Manche Eltern hatten anfangs Berührungsängste, während die Kinder – ich möchte fast sagen – sachlich an das Thema herangehen“, wiederholte sich dort Pleys Erfahrung.

In fünf Gruppen aufgeteilt, beschäftigten sich die Kinder mit den Themen „Werden und Vergehen“, „Krankheiten und Leid“, „Sterben und Tod“, „Traurigsein“, „Trost und Trösten“. Das Material fürs kreative Gestalten entnahmen sie Schatztruhen, die der Hospizverein bei einem schwedischen Möbelhaus kaufte.

Die Arbeit begann mit dem Vorlesen der Geschichte „Zairas Himmelsreise“. Danach schrieben die Kinder auf weiße und auf graue Wolken, was sie schön finden und was sie nicht mögen. Da die graue Wolke in der Geschichte weiß wird, wenn sie nützlichen Regen auf die Erde gegossen hat, lernten die Kinder, dass auch die düsteren Seiten im Leben einen Sinn haben.

Leben ist Entwicklung und Veränderung

Anhand eigener Fotos aus ihrer Baby- und Kleinkindzeit erkannten die Viertklässler, dass Leben Entwicklung und Veränderung ist, es aber keinen Weg zurück gibt. Zum Thema Krankheit kam sogar eine Ärztin zu den Kindern, die ihre Fragen beantwortete. Sie sammelten Ideen, wie später auch beim Thema Trost, was helfen könnte. Dabei stellten sie fest, dass Menschen unterschiedliche Bedürfnisse haben und dass etwas, was einem guttut, bei anderen unerwünscht ist.

Die Kinder betrachteten außerdem Bilder von einer Oma und einer Enkelin. Auf dem ersten Bild liest die Oma fröhlich vor, auf dem zweiten wirkt sie sterbenskrank. Aus der Sicht eines Sechsjährigen erlebten sie beim Vorlesen aus dem Buch „Hat Opa einen Anzug an?“ das Sterben und die Beerdigung eines Großvaters.

Herzstück der Projektwoche war der Film „Willi will’s wissen“. Den Kindern wurde der Film in vier Teilen gezeigt, damit sie ausreichend Zeit hatten, das Gesehene und Gehörte in eigenen Bildern von ihren Jenseitsvorstellungen zu verarbeiten. Beim Projektabschluss sahen sie den Film im Ganzen zusammen mit ihren Eltern und Großeltern.

„Das, was die Kinder auf Erden schön finden, wollen sie im Jenseits wiederfinden“, interpretiert Pley die Bilder.

– Quelle: http://www.rundschau-online.de/3081286 ©2017

Bessere Betreuung Sterbender: Letzten Weg leichter machen – Quelle: http://www.rundschau-online.de/23078312 ©2017