Post on 10 Juni 2014

Hospiz macht Schule

Alstädten (red). Zum achten Mal führte der Hürther Hospizverein das Projekt "Hospiz macht Schule" in einem vierten Schuljahr durch, diesmal in der Carl-Orff-Grundschule in Alstädten Burbach.

Eine ganze Woche lang beschäftigten sich fünf ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Vorstandsmitglied Ignaz Pley vom Verein Hospiz Hürth mit den Kindern rund um die Thematik: Werden und Vergehen, Krankheit und Leid, Sterben und Tod, Trauern und Trösten.

Mit den schwierigen Themen Sterben, Tod und Trauer beschäftigten sich die Schüler eine Woche lang - und waren begeistert.

 

Die Eltern waren vorher bei einem Elternabend über die Inhalte informiert worden. Am letzten Tag der Projektwoche wurden ihnen die Ergebnisse anschaulich vorgestellt anhand vieler bunter Bilder, Plakate, persönlicher Arbeiten der Kinder, die sie in einer besonderen Mappe gesammelt hatten. Besonderen Eindruck hatte auf die Kinder ein Film aus der Serie "Willi will's wissen" über das Sterben, den Tod und die Beerdigung, sowie die Verarbeitung von Trauer gemacht. Die abschließende Aktion, das Umpflanzen von vorgezogenen Bohnen in kleinen Töpfen fanden die Kinder ebenfalls besonders eindrucksvoll. Es sollte ein Zeichen sein, das es wichtig ist, nach einer Zeit der Trauer neuen Halt für das weitere Leben zu finden.

Beeindruckt vom Verlauf und den Erfahrungen des Projekts äußerte sich die Klassenlehrerin Ilona Nagy sehr positiv. "Einige Eltern hatten vorher starke Bedenken wegen der schwierigen Thematik, wurden aber hoffentlich im Verlauf der Woche durch das Erzählen ihrer Kinder und bei der Präsentation der Ergebnisse eines Besseren belehrt. Ich bin über das, was ich in dieser Woche mit erlebt habe, ganz begeistert. Ich finde es wichtig, dass man allgemein viel offener über solche Themen sprechen und sich darauf einlassen sollte." Auch die bei der Abschluss-Präsentation anwesenden Eltern und Großeltern waren beeindruckt und äußerten sich sehr positiv. Vor allem aber die Kinder waren durchweg alle hellauf begeistert: "Das war meine schönste Projektwoche!", so einer der besonders intensiv beteiligten Schüler.