Post on 29 Januar 2013

Selbstbestimmt bis zum Schluss

Hürther Hospiz feiert 15-jähriges Bestehen

Krankheit und Sterben sind Teil des Lebens - Das ist die Überzeugung der Mitarbeiter des Hürther Hospiz. Der Verein feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen.

Selbstbestimmt bis zum Schluss

 Es geht darum, ein Tabu zu durchbrechen: Schwere Krankheiten und das Sterben sind Themen, die viele Menschen so weit und so lange wie möglich verdrängen. Aus Sicht der Hospiz-Mitarbeiter sind sie jedoch ein Teil des Lebens, und sollten so auch angenommen werden. Als Begleiter wollen sie sterbenden Menschen und deren Angehörigen zur Seite stehen. Man wolle "ein bisschen Zeit verschenken", sagt der Vorsitzende des Hürther Hospiz Vereins, Dieter Steves.

Hervorgegangen ist das Hürther Hospiz aus einer Initiative der beiden Kirchen in der Stadt. Inzwischen versteht sich der Verein aber als überkonfessionelle Stelle, bei der alle Menschen in Not Rat suchen können. 186 Mitglieder hat der Verein, ungefähr 36 Ehrenamtliche arbeiten im ambulanten psychosozialen Betreuungsdienst.

Sie durchlaufen vor ihrem ersten Einsatz eine Ausbildung. Auch, um sie selbst vor den Belastungen der Aufgabe zu schützen. Die Betreuer besuchen Schwerstkranke zu hause, machen Sterbebegleitung und kümmern sich um trauernde Angehörige.

Dafür gibt es besondere Angebote, wie den offenen Trauertreff in Efferen oder das "Sonntagsfrühstück für Trauernde", das jeden dritten Sonntag im Monat im Café Oebel auf der Theresienhöhe stattfindet.

Von Jan L. Dahmen