Hospiz Hürth

Sterbe- und Trauerbegleitung im ambulanten Hospizdienst

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Spenden für Förderschule und Hospiz

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   14.12.2011

Spenden für Förderschule und Hospiz

HÜRTH. Zum 22. Mal fand Ende November in den Räumen des Bundessprachenamtes ein Weihnachtsbasar statt. Dafür spendeten Mitarbeiter und Lehrgangsteilnehmer alte Schätzchen aus ihrem Hausrat. Auch Amts-Präsident Wolfgang Steimels (l.) hatte seinen Keller geplündert, um zum Gelingen des Basars beizutragen. Em Ende konnten die Organisatorinnen Ute Nekic und Andrea Ricklefs aus dem Erlös der Verkäufe 3678,30 Euro in der Kasse verbuchen. Diesen Betrag übergab Steimels am Dienstag jeweils zur Hälfte an Konrektorin Angelika Weber und Fördervereinsvorsitzende Sabine Altendorf für die Milos-Kovac-Förderschule in Stotzheim und Ignaz Pley für den Hürther Hospiz-Verein. Die Schule will mit dem Geld ihren Außenbereich verschönern, der Hospiz-Verein finanziert damit die Fortbildung seiner Ehrenamtlichen. ( rer /Foto: Rosenbaum)

 

Spende fürs Hospiz

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Ausgabe 49, Mittwoch 7 Dezember 2011

Spende fürs Hospiz

Hürth (dju). Grund zur besonderen Freude hatte Anja Kurth, die Koordinatorin des Hürther Hospiz. Sie erhielt anlässlich des Alt-Hürther Weihnachtsmarktes für die Einrichtung eine Spende in Höhe von 500 Euro vom Trödelladen "Treffpunkt Herz" in Fischenich. Die Spende überreichte Inge Eßer. Das Herzlädchen im Pfarrhaus in Fischenich ist mit seinem großen Angebot ein Treffpunkt für Trödelfreunde von nah und fern.

 

Von schwarzen Wolken

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altAusgabe 47  23. November 2011

Von schwarzen Wolken

Krankheit, Sterben und Tod - das sind Themen, die Eltern oft von Ihren Kindern fernhalten. Das Hürther Hospiz geht einen anderen Weg.

Fischenich. „Trauer ist so wie eine weiße Wolke. Wenn sie sich ausgeregnet hat wird sie wieder weiß und hell!″ Anika besucht die vierte Klasse der Fischenicher Grundschule und weiß, wie man mit Trauer umgeht. In der zurückliegenden Woche hat sie sich zusammen mit ihren Klassenkameraden viel mit den Themen Sterben, Trauer, Trost und Trösten beschäftigt. Begleitet wurden die Kinder von eigens dafür geschulten, ehrenamtlichen Helfern des Hürther Hospiz. „Hospiz macht Schule” heißt die Initiative, die schon zum zweiten Mal an der Fischenicher Grundschule zu Gast war. Die Methoden sind kindgerecht. Ein Video aus der Reihe „Willi will´s wissen” liefert beispielsweise Fakten und ermöglicht einen unbefangenen Zugang. Außerdem wird viel gelesen, gemalt und gebastelt. Das alles in Kleingruppen, damit die Hospizmitarbeiter die Möglichkeit haben, auf die individuellen Bedürfnisse und Möglichkeiten der Kinder zu reagieren. „Es war beeindruckend und bereichernd zu sehen, wie offen die Kinder auf uns zu gehen”, berichtet Kurt Schürmann.

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„Danke, dass wir hier sein durften!” Eine ereignisreiche Woche liegt hinter Kurt Schürmann und den Schülern der Sonnenblumen- und Regenbogenklasse.

Foto: JLD

Auch viele Eltern machen positive Erfahrungen mit dem Projekt. „Für die Kinder ist das Sterben ohnehin ein Thema”, sagt eine Mutter. Beispielsweise durch den Tod von Oma und Opa. „Die Leute vom Hospiz können das den Kindern gut verständlich näher bringen!” Sie habe daher auch überhaupt keine Bedenken gehabt, ihr Kind am Unterricht teilnehmen zu lassen.

In anderen Schulen sehe das anders aus, ist die Erfahrung von Ignaz Pley vom Hürther Hospiz. Es habe bereits geplante Projekte gegeben, die wieder abgesagt wurden. Offenbar hatten einige Eltern Sorge um ihre Kinder. Daher freue man sich auch, dass es von der Don Bosco Schule eine Zusage gab. Im März soll dort das nächte Projekt „Hospiz macht Schule” durchgeführt werden. Dann werden auch in Efferen weiße Wolken die Trauer vertreiben.

Von Jan L. Dahmen

 

 

Ein Wandertag in der Eifel

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 HÜRTH. Einen Wandertag in
der Eifel bietet der Hospizverein
Hürth trauernden
Menschen an. Am Samstag,
29. Oktober, macht sich die
Gruppe zu einer zweistündigen
Wanderung in die Nähe
von Blankenheim auf. Dabei
und beim abschließenden
Kaffeetrinken besteht die
Möglichkeit zum Austausch
und zum Kontakt mit den
Mitarbeitern des Hospizvereines.
Weitere Informationen
gibt es bei Anja Kurth
unter Telefon (0 22 33)
9 85 89 30.
 

Wie in Wimbledon

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Wie in Wimbledon
TC Burg spendet beim Erdbeerfest für das Hürther Hospiz



kendenich (kda). In Anlehnung an Wimbledon,
wo das Publikum traditionell Unmengen
von Erdbeeren mit Sahne verschlingt,
feiert der Tennis Club Burg Kendenich seit
zehn Jahren sein Erdbeerfest. Bei Kaffee, Erdbeerkuchen
und Erdbeerbowle fanden auch in
diesem Jahr wieder spannende Turniere statt.
Aber nicht nur darüber freuten sich die Tennisspieler
und ihre Gäste. „Wir feiern unser 50-
jähriges Bestehen“, erklärte Alain Willgerodt,
der erste Vorsitzende, „und hatten die Idee
zu einer Tombola“. Der Erlös in Höhe von 1.020
Euro konnte nun dem Hürther Hospiz als Spende
überreicht werden. Foto: kda
 

FASTELOVEND

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Nun regieren die Weiber

Pünktlich um 11.11 Uhr stürmten  an Weiberfastnacht die jecken Heerscharen auf das Hauptportal des Bornheimer Rathauses zu: Bürgermeister Wolfgang Henseler und eine hilflose Rathaus-Männerarmee hatten keine Chance: Der Widerstand hielt etwas mehr als eine Minute – ganze 6 X 11 Sekunden und der Spuk war vorbei und die Narren – voran die jecke Wiever voran mit den Prinzessinnen– im Rathaus.

 

Zuvor hatten die Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung die Fronten gewechselt und gemeinsam mit den Tollitäten aus dem Stadtgebiet und deren Gefolge das Schicksal des Bürgermeisters besiegelt: Er musste den überdimensionalen Rathausschlüssel rausrücken, sich vorübergehend sogar Handschellen anlegen lassen und ordentlich am allgemeinen Schunkeln teilnehmen! An die „Macht“ zurück darf Wolfgang Henseler erst wieder am Aschermittwoch, bis dahin regieren jetzt die Karnevalisten in der Stadt Bornheim. Zum nunmehr wiederholten Mal erhielten die Jecken Unterstützung aus dem äußersten Süden der Republik erhalten: Die Kapelle Lumpenmusik aus Wilhelmskirch, unweit des Bodensees hatte musikalisch ordentlich „Dampf gemacht“ und den Sturm aufs Rathaus damit beschleunigt. Schließlich nutzten Bornheims Tollitäten ihren Aufenthalt in der Bürgerhalle des Rathauses für eine gute Tat. Sie überreichten einen überdimensionalen Scheck an Ignaz Pley und Anja Kurth vom Hospiz Hürth. Bornheims Tollitäten hatten bei ihrem Einzug in die Rheinhalle beim Tollitätentreff auf das Werfen von Blumenstrüssche verzichtet. Das dabei eingesparte Geld und das Sammeln von Spenden erbrachte dann den stattlichen Betrag in Höhe von 1.200 €.

Quelle: wir-im-vorgebirge

 

Hospiz macht Schule

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Leiden und Sterben gehören zum Leben

Pilotprojekt: Erfolgreiche Trauerarbeit in der Grundschule

Eine Woche Projektarbeit zu Themen wie Krankheit und Leid, Sterben und Tod liegt hinter den Schülern und den Ehrenamtlichen von Hospiz Hürth. Eine "gute Woche" und für alle Seiten eine wichtige Erfahrung.

Hürth-Fischenich (jld). Sie lachen, sind ausgelassen, und manchmal sogar ein bisschen albern - die Schüler der 4b der Grundschule in Hürth-Fischenich. Ganz normale Vierklässler eben. Stimmt. Allerdings haben sich die 24 Jungen und Mädchen zuvor eine Woche lang im Unterricht mit Themen wie Krankheit, Trauer, Tod und Sterben auseinander gesetzt. Und da konnte man im Vorfeld schon Fragen, wie die Kinder das wohl wegstecken würden.
"Hervorragend" lautet die Antwort von Projektkoordinatorin Hildegard Wilkens vom Hürther Hospiz. "Die Kinder sollen bei diesem bundesweiten Projekt erkennen, dass Leid und Sterben zum Leben dazugehören!" Gemeinsam mit fünf weiteren Ehrenamtlichen hat sie eine Woche lang die Schüler begleitet. Das Konzept wurde vom Dürener Hospiz, Lehrern und Pädagogen erarbeitet und will Kinder den alters- und kindgerechten Zugang ermöglichen. Es wird gemalt, gebastelt, Geschichten gehört. Und immer wieder sind die Kinder aufgefordert, eigene Ansätze zu entwickeln. Zu fragen: "Was tut mit gut, wenn ich traurig bin?"
"Wenn jemand stirbt, verliert man seine Wurzeln", beschrieb Max seine Erfahrungen. "Aber man muss keine Angst haben", ergänzte David. "Denn traurige Gedanken und fröhliche Gedanken gehören irgendwie zusammen!"
Das Fazit aller Beteiligten - Eltern, Schüler, Schule und Hospiz - ist positiv. So gut sogar, dass die Idee nun auch an andere Grundschulen im Kreis weiter getragen werden soll.

   
 

 

 

Sterbebegleitung stärker gefragt

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Hospizbewegung

Sterbebegleitung stärker gefragt

Von Margret Klose, 18.11.10

Die Hospizbewegung Rhein-Erft hat ihre Broschüre 2011 vorgestellt. 1.845 Personen sind Mitglied in den acht Hospizvereinen, die Sterbende umsorgen. Landrat Werner Stump und Erftstadts Bürgermeister Franz-Georg Rips lobten die Arbeit.

Rhein-Erft - All seine Unterstützung im Rahmen seiner Möglichkeiten, sagte Landrat Werner Stump am Dienstagnachmittag der Hospizbewegung im Kreis zu. Hoch lobten er und Erftstadts Bürgermeister Franz-Georg Rips die ehrenamtlich engagierten Mitarbeiter. Gekommen waren Vertreter aller der Hospizbewegung angeschlossenen Vereine im Rhein-Erft-Kreis bei der Vorstellung der Broschüre 2011 mit dem Titel „Hospizbewegung Rhein-Erft - Ziele, Aufgaben und Befähigung".

Die Broschüre richtet sich an alle Ehrenamtler sowie an Menschen, die sich für die Arbeit und den Gedanken der Hospizbewegung interessieren. Sie ist kostenlos bei allen acht Hospizvereinen zwischen Bedburg, Bergheim, Brühl und Wesseling zu haben. In dem Heft sind unter anderem die Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten aufgeführt, die für die ehrenamtliche Begleitung von Sterbenden und Trauernden nötig und wichtig sind.

„Unser Ziel ist es nach wie vor, die Ausbildung der Ehrenamtler im gesamten Kreis auf gleich hohem Niveau zu halten", erklärte Wilhelm Baier, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Hospiz im Rhein-Erft-Kreis. In seinem Vortrag zog er auch eine Bilanz der ehrenamtlichen Hospizarbeit der vergangenen Jahre. Besonders wegen der guten Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer habe die Hospizbewegung zunehmend Akzeptanz gewonnen.

„Bis Anfang 2010 stieg die Mitgliederzahl in den acht Hospizvereinen in der Region auf 1.845 Personen, von denen 365 ehrenamtlich tätig sind und im Jahr 2009 insgesamt 354 sterbende Menschen begleitet haben", so Baier. Um 200 Menschen habe man zudem in ihrer Trauerphase betreut.

Baier sprach von einer Zunahme der Sterbebegleitung von rund zehn Prozent. Ähnlich positiv schilderte er auch die Entwicklung im stationären Bereich. Seit der Eröffnung von Haus Erftaue vor rund vier Jahren habe man dort fast 400 Menschen beherbergt, die von 13 hauptamtlichen Pflegekräften und 28 ehrenamtlichen Hopizmitarbeitern betreut wurden. Gerade wegen der guten Auslastung des Hauses, denkt Rips über eine Erweiterung des Angebots nach, von derzeit acht auf zehn Betten.

Sowohl für das Haus Erftaue, als für den ambulanten Hospizdienst werden weitere ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht. Ausgezeichnet von der Kreissparkassen-Kampagne „Gut für die Region" wurde das Projekt Trauerchat für Jugendliche und junge Erwachsene unter der E-Mail-Adresse  www.doch-etwas-bleibt.de Dort haben Jugendliche, die einen nahe stehenden Menschen verloren haben, neben allgemeinen Informationen und Tipps zur Trauerbewältigung, auch die Möglichkeit zum Austausch mit anderen in einer ähnlichen Situation.

Ebenfalls zu den jüngsten Entwicklungen zählt die Gründung des Palliativ-Netzwerks Südlicher Erftkreis e.V. die auf Initiative von Dr. Rolf Scholer-Everts, Leiter der Palliativ-Einheit in Wesseling zurückgeht. Diesem Netzwerk haben sich neben der Palliativ-Einheit im Dreifaltigkeits-Krankenhaus, den Hospizdiensten Brühl, Wesseling, Erftstadt und Hürth, dem stationären Hospizhaus Erftaue, auch der ambulante Palliativdienst der Caritas, acht Palliativärzte und drei Apotheken angeschlossen.

 

Wechsel an der Spitze beim Hürther Hospiz

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Anja Kurth ist neue Koordinatorin beim Hürther Hospizverein.

Anja Kurth folgt Hildegard Wilkes als Koordinatorin

Hürth (jld). Nach elf Jahren als Koordinatorin des Hürther Hospizvereins möchte Hildegard Wilkes künftig kürzer treten. 

Nachfolgerin im Amt der Koordinatorin wird Anja Kurth, die bereits seit dem vergangenen Jahr in die Aufgabe eingearbeitet wurde. 

Hildegard Wilkes war von Anfang an seit Gründung des Vereins vor 11 Jahren mit dabei. Anfang Mai wurde ihre wirkungsvolle Arbeit gewürdigt und der Rollentausch im Amt der Koordinatorinnen vollzogen. An der Feier im Pfarrheim von St. Katharina in Alt-Hürth nahmen viele Ehrenamtliche und der Vorstand des Vereins sowie die Kolleginnen und Koordinatorinnen der anderen Hospizvereine des Rhein-Erft-Kreises teil. 

In seiner Dankesrede hob der Erste Vorsitzende des Vereins, Pfarrer Dieter Steves, die Verdienste von Hildegard Wilkes hervor. Ihr sei es maßgeblich zu verdanken, dass die Hospizarbeit in Hürth in einem gutem Ruf stehe und der Einsatz von über 30 ehrenamtlichen Begleitern reibungslos koordiniert werde. Steves "buchstabierte" im wahrsten Sinne des Wortes die Persönlichkeit von Hildegard Wilkes, indem er für jeden Buchstaben ihres Namens eine Charaktereigenschaft nannte, darunter Herzlichkeit und Engagement, Deutlichkeit und Akzeptanz, Liebe zur Musik und Wanderfreudigkeit. 

Als Dank überreichte Steves ein Bild der Hürther Künstlerin Anna Luise Caris, das den Titel "Grün ist die Hoffnung" trägt. Die Malerin Caris hatte schon im vorigen Jahr die Hospiz-Thematik bei der 1. Hürther Kunstmeile eindrucksvoll aufgegriffen. Nun soll das geschenkte Bild Hildegard Wilkes die Hoffnung verdeutlichen, die sie sterbenden Menschen lange Jahre gab und weiter geben will.

 

Rollentausch im Hospiz Hürth

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Rollentausch im Hospiz Hürth

 

Nach elf Jahren tritt Hildegard Wilkes von ihrem Amt zurück


TIM SCHAER HÜRTH. "Herzlichkeit, Erfahrung, Lebendigkeit und Deutlichkeit." Mit diesen Worten beschrieb Pfarrer Dieter Steves die erste Koordinatorin des "Hospiz Hürth", Hildegard Wilkes. Nach elf Jahren Amtszeit wird Wilkes ihre Stelle aufgeben. Anlässlich ihrer großen Verdienste lud der Hospiz-Verein am Montag zum "Rollentausch" in das Pfarrheim von St. Katharina ein.  

"Mit ihren offenen Augen, kräftigen Händen und ihrem warmen Herzen hatte sie dem Hospiz in ihrer Amtszeit ein Gesicht und einen großen Teil ihres Herzen gegeben. Obwohl Frau Wilkes dem Hospiz erhalten bleibt, ist auch ein wenig Wehmut vorhanden", so der zweite Vorsitzende Ignaz Pley. Er hat die ehemalige erste Koordinatorin als sehr zuverlässig und verantwortungsvoll kennen und schätzen gelernt.

In ihrer Zeit als erste Koordinatorin habe es Hildegard Wilkes immer wieder geschafft, Menschen Hoffnung und Leben zu vermitteln. "Glücklich sein ist lieben, was man tut, und tun was man liebt." So beschrieb Dieter Steves ihre Arbeit in seiner Dankesrede. Zu jedem Zeitpunkt ihrer Amtszeit habe man die Freude, an dem, was sie tut, gespürt.

Auch Hildegard Wilkes ist erfreut über den "Rollentausch" und bezeichnet ihn als "Glücksfall". Einerseits könne sie ihr Wissen und ihre Erfahrung weiterhin einbringen, andererseits freue sie sich über ihre zukünftige Freizeit. Den Anreiz ihrer Arbeit sah sie in der Aufgabe herauszufinden, wie man sterbenden Menschen einen neuen Anreiz am Weiterleben und Hoffnung vermitteln kann. Jedes persönliches Gespräch sei für sie ein besonderer und bewegender Moment gewesen.

Als Dank für ihr Engagement überreichte ihr Dieter Steves ein Bild der Künstlerin Anna Luise Gravis mit dem Titel "Grün ist die Hoffnung". Ausgesucht wurde dieses Bild, auf Grund der Hoffnung, die Hildegard Wilkes sterbenden Menschen gab.

 

 

Pfarrer Dieter Steves verabschiedete Hildegard Wilkes und stellte ihre Nachfolgerin Anja Kurth-Zieger vor (v.l.). (Foto: Rosenbaum)  


 

In Zukunft wird Anja Kurth-Zieger den Staffelstab übernehmen. In den vergangenen anderthalb Jahre arbeitete sie auf halber Stelle als zweite Koordinatorin des "Hospiz Hürth". In dieser Zeit der Zusammenarbeit entwickelte sich eine große Freundschaft zwischen den beiden Koordinatorinnen. Deshalb wird Hildegard Wilkes dem Hospiz im zweiten Glied erhalten bleiben. Als ein "Geschenk des Himmels" bezeichnete Pfarrer Steves diese Konstellation. In den vergangenen Jahren konnte Hildegard Wilkes sehr viel ihrer Erfahrung an ihre Nachfolgerin weitergeben. Wenn auch nur auf halber Stelle, wird sie auch in Zukunft die neue Koordinatorin unterstützen.

 

Schmerzfrei zu Hause sterben

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Palliativ-Netzwerk

Schmerzfrei zu Hause sterben

Von Ulrike Weinert, 10.12.08

Noch immer sterben Erhebungen zufolge über 80 Prozent der Menschen im Krankenhaus, obwohl von politischer Seite seit einigen Jahren angestrebt wird, dass sich dieses Verhältnis zugunsten des Sterbens in häuslicher Umgebung umkehrt.

Rhein-Erft - Das Verhältnis kann sich aber nur dann umkehren, wenn unheilbar kranke Patienten daheim bestmöglich versorgt sind. Organisationen wie das „Palliativ-Netzwerk südlicher Erftkreis“, das sich vor einem Jahr gründete, arbeiten daran, Sterbenden die Möglichkeit zu geben, die letzten Stunden daheim zu erleben. Doch das erfordert besonders bei Tumorpatienten neben der seelischen Begleitung durch Hospizdienste Versorgung durch Ärzte, die in der Schmerzlinderung ausgebildet sind.

Seit zweieinhalb Jahren besteht in schweren Fällen ein Rechtsanspruch auf spezielle ambulante Palliativversorgung. Doch bis heute fehlen dafür die vertraglichen Vereinbarungen mit den Krankenkassen, kritisiert das Palliativ-Netz, in dem sich Fachärzte, Hausärzte mit Zusatzausbildung, der ambulante palliative Pflegedienst der Caritas, ambulante Hospizdienste, die neue Palliativstation im Wesselinger Krankenhaus, das stationäre Hospiz „Haus Erftaue“ in Erftstadt und der Apotheker-Arbeitskreis in der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zusammengeschlossen haben.

Das Netzwerk erreicht, sofern gewünscht, die 90 Prozent der unheilbar kranken Patienten, die Schmerzlinderung in der letzten Lebensphase brauchen, aber trotzdem in den eigenen vier Wänden versorgt werden können. Bei den übrigen zehn Prozent der Spezialfälle unter den Todkranken ist die ambulante Versorgung zum Ärger des Palliativ-Netzwerks noch nicht finanziell gedeckt ist. Das bedeutet letztlich, dass diese Menschen immer noch in Krankenhäusern sterben müssen.

Die Zusatzbezeichnung „südlicher Erftkreis“ für das Palliativ-Netz wirft zudem die Frage auf, warum es den Zusammenschluss nicht im gesamten Kreis gibt. Noch nicht: Denn die Organisation entstand aufgrund des freiwilligen Engagements der bisher Beteiligten. Voraussetzung für die Gründung war die Teilnahme von mindestens vier Hausärzten und zwei Krankenhaus-Palliativmedizinern an Vertragsabschlüssen mit den Krankenkassen.

Einsatzgebiete des Netzwerks sind auf Kreisgebiet die Städte Brühl, Erftstadt, Hürth und Wesseling. Zwar müssen Bewohner anderer kreisangehöriger Kommunen nicht befürchten, von der Möglichkeit, gut versorgt zu Hause sterben zu dürfen, ausgeschlossen zu sein. Doch bietet ein Netzwerk in der Regel den Vorteil, dass schneller, individueller und letztlich besser geholfen werden kann.

Für das Gebiet des bestehenden Netzes wurde ein Faltblatt entwickelt, das bei Ärzten, die sich der Idee der Vernetzung nicht verschließen, in Apotheken, in Hospizbüros und Krankenhäusern erhältlich ist. Es ist mit einer Adresse und Rufnummer bestempelt, so dass jederzeit jemand erreichbar ist, der sofort weiterhilft, und sei es am ersten Weihnachtstag um 23 Uhr nachts.

 

 

 

Zuwendung durch Wohnlichkeit

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Zuwendung durch Wohnlichkeit

Von ULRIKE WEINERT, 22.07.08

„Wir haben nicht geknausert“, stellt Ignaz Pley, zweiter Vorsitzender von Hospiz Hürth, fest. Dem Anliegen, stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, hat man Rechnung getragen.

HÜRTH. „Wir haben nicht geknausert“, stellt Ignaz Pley, zweiter Vorsitzender von Hospiz Hürth, fest. Dem Anliegen, stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, hat Hospiz Hürth an der Weierstraße 41 A, mitten im Geschäftsviertel von Alt-Hürth, mit der Einrichtung eines neuen einladenden Büro nun Rechnung getragen.

Auf eine Einweihungsfeier hat der Verein, der sich um die Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen und deren Angehörige kümmert, im Jahr seines zehnjährigen Bestehens zwar verzichtet. Aber zur Kirmes in Alt-Hürth ließ Hospiz Hürth bereits in die neuen Räume blicken, in denen sich zuvor ein Teeladen befand.

Einige tausend Euro hat der Verein für die Renovierung aufgebracht. Heizung und Wasseranschluss mussten erneuert werden. Die alten Tapeten wurden entfernt und die Wände in Weiß und einem warmen Rot gestrichen. Ein apricotfarbener Teppichboden trägt zum Eindruck der Wohnlichkeit ebenso bei wie moderne helle Büromöbel. Im großen Schaufenster hängt das Plakat mit dem Wahlspruch „Mer klevve am Levve“, dessen Motiv - ein roter Apfel - in der Dekoration mit lauter frischen Äpfeln aufgenommen wird.

Hemmungen abbauen, sich mit dem Thema Sterben und Tod auseinander zu setzen, ist das große Anliegen des Hospizvereins, auch Schwellenängste zu nehmen, einfach mal in das 30 Quadratmeter große neue Domizil einzutreten und sich zu informieren. „Wenn ich jemanden sehe, der die Schaufensterauslagen betrachtet, gehe ich vor die Tür und lade dazu ein, unser Faltblatt mitzunehmen oder sich sofort von mir informieren zu lassen“, erzählt die Hospizdienst-Koordinatorin Hildegard Wilkes. Sie arbeitet derzeit ihre Nachfolgerin Anja Kurth-Zieger ein, die 2009, wenn Hildegard Wilkes in den Ruhestand geht, die Aufgaben voll übernehmen wird.

Verstärkt Menschen erreichen!

Über die Aufstellung der Einsatzpläne für die 32 ehrenamtlichen Begleiter von schwer kranken und sterbenden Menschen hinaus ist der Hausbesuch die Hauptaufgabe einer Koordinatorin. Sie macht sich ein Bild, welcher Begleiter zu welcher Familie passt. Genauso dem Einzelnen und seinen Bedürfnissen zugewandt, geht es im Büro selbst zu. Deshalb steht dort ein runder Tisch zum Kaffeetrinken vor der Ecke mit dem Infomaterialständer, und Hildegard Wilkes erklärt warum: „Wenn man sich Menschen zuwenden will, kann man nicht hinter einem Computer sitzen bleiben.“

Vor allem möchte der Hospizverein über sein nun sehr sichtbares Büro verstärkt Menschen erreichen, die mitwirken wollen. Ein Prinzip beim Einsatz ist die flexible Abstimmung auf die Möglichkeiten der Helfer. Einmal im Jahr veranstaltet Hospiz Hürth gemeinsam mit dem Frechener Hospizverein einen Informations- und Vorbereitungskursus; der nächste beginnt am Dienstag, 12. August, um 20 Uhr in der Hürther Realschule mit einem Vortrag über die Hospizidee. Erst wenn sich danach ein Interessent entschieden hat, Sterbebegleiter zu werden, erfolgt die Schulung.

 

Mer klevve am Levve

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„Mer klevve am Levve“

Von ULRIKE WEINERT, 27.07.08

Hürth - Wie lebendig und bereichernd die Auseinandersetzung mit Tod und Sterben sein kann, bewies der Festakt zum zehnjährigen Bestehen von Hospiz Hürth. Der evangelische Gemeindesaal am Villering war bis in den Vorraum überfüllt.

HÜRTH. Wie lebendig und bereichernd die Auseinandersetzung mit Tod und Sterben sein kann, bewies der Festakt zum zehnjährigen Bestehen von Hospiz Hürth. Der evangelische Gemeindesaal am Villering war bis in den Vorraum überfüllt.

Besuchern bot sich gleich beim Betreten ein sinnliches Erlebnis: Jeder musste über eine Folie mit dem kölschen Spruch „Mer klevve am Levve“ laufen und bekam dabei das leichte Festkleben der Füße auf der Matte zu spüren.

Bereits auf dem Weg begrüßten Tafeln mit halbierten Fotos und Gedanken von bekannten und weniger bekannten Hürthern die Gäste. Wie sie sterben möchten, hatte der Hospizverein gefragt. „Mit dem Gefühl, mein Leben gut gelebt zu haben“, antwortete die Ärztin Barbara Kerz. Alt sterben und dabei auf ein erfülltes Leben zurückblicken, möchte die Schülerin Felicitas Korsch. Der Schriftsteller Carsten Sebastian Henn hat gereimt, dass Sterben wohl am schönsten im Winter ist, wenn die Welt schlafen geht.

Nach heiter-besinnlichen Betrachtungen vom Hospiz-Vorsitzenden Pfarrer Dieter Steves, der ein Bild von einem roten Apfel an einem verdorrten Ast zeigte, von Bürgermeister Walther Boecker sowie dem heutigen Caritas-Direktor und früheren Hürther Stadtdechanten Franz Decker teilten vier der 33 ehrenamtlichen Begleiter von schwer kranken und sterbenden Menschen ihre Erfahrungen mit den Zuhörern.

„Man meint zuerst, es ist eine Belastung, aber es ist ein Beschenktwerden“, sagte Eveline Dächer. „Man muss sich auf die Situation einlassen, darf sich aber nicht darin verlieren“, beantwortete Joachim Buchwald die Frage nach Grenzen. „Nimmt der sterbende Mensch uns an und kommen wir mit ihm zurecht?“, sind Fragen, die Kurt Schürmann bewegen. „Hinschauen, sich zurücknehmen und offen über das Sterben reden“, benennt Elsbeth Welter die Stärken, die sie aus ihrem Ehrenamt gewonnen hat.

Nach dem Gespräch, das Anka Zink leitete, gab die auch aus dem Fernsehen bekannte Kabarettistin Kostproben ihres aktuellen Programms „Wellness für alle“ und trug damit das Glanzlicht zum Festakt bei. Das Publikum lachte Tränen, besonders über die „Angebote“ einer den Zeitgeist des allumfassend Machbaren bedienenden Versicherung namens „Jena Jenseitige“, deren Rundum-Sorglos-Paket Rechtsschutz gegen das Jüngste Gericht einschließt.

Der Frauenchor Hürth und der Organist Torsten Fabrizi umrahmten mit musikalischen Darbietungen diesen ungewöhnlichen, sehr gelungenen Festakt.


 

 

 

Man gibt etwas und bekommt viel

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„Man gibt etwas und bekommt viel“

Von BRITTA HAVLICEK, 28.04.08

Hürth - Die Mitarbeiter des Hürther Hospizvereins schilderten beim Festakt ihre Erfahrungen. Seit zehn Jahren kümmern sich Ehrenamtler in Hürth um Sterbende und ihre Angehörigen.

Die Sterbenden und deren Angehörige begleiten die ehrenamltichen Mitarbeiter des Hospizvereins.

 

Hürth - „Manchmal dauert es bei einem Menschen eine längere Zeit, bis der Tod kommt. Manchmal geht es ganz schnell. Ich lasse mich ganz auf den Menschen ein, nehme mich selber ganz zurück.“ So beschrieb Eveline Dächer ihre Art, sterbenden Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten. Sie ist ehrenamtliche Mitarbeiterin im Hospizverein Hürth. So auch Elsbeth Welter, die in ihrer Arbeit ebenfalls eine Erfüllung sieht: „Jede Begleitung ist immer eine neue Erfahrung, bei der man etwas gibt und bei der man unheimlich viel bekommt.“

Mit einer Festveranstaltung feierten die Mitglieder des Hospizvereins Hürth am Freitagabend in der evangelischen Martin-Luther-King-Kirche am Villering das zehnjährige Bestehen des Vereins.

Nach Musikbeiträgen des Frauenchores ließ die Kabarettistin Anka Zink als Moderatorin einige Ehrenamtler zu Wort kommen. Neben Eveline Dächer und Elsbeth Welter standen auch zwei Männer Rede und Antwort.

„Es ist nicht so einfach, mit jemanden, der stirbt, über den Tod zu sprechen“, sagte Kurt Schürmann. „Da gibt es viele Ängste. Wenn der Mensch dann stirbt, trauere ich mit.“ Joachim Buchwald empfindet da anders. „Bei mir überwiegt die Freude“, beschrieb er. „Es ist die Art der Hilfe, die mir überaus wichtig erscheint. Und auch ich bekomme die Gelegenheit, besser mit dem Thema Tod und Sterben zurechtzukommen.“ Mit Interesse und Spannung lauschten die Gäste in der Kirche der Gesprächsrunde. In vielen Gesichtern war Anerkennung zu sehen, die sie den Ehrenamtlern für ihre Arbeit zollten.

Ende Januar 1998 fand die Gründungsversammlung mit 53 Mitgliedern statt, unter ihnen die katholische Pastoralreferentin Petra Schmidt, die bis 2004 Vorsitzende des Hospizvereins war, der heutige Caritasdirektor in Köln, Dechant Franz Decker, Pfarrer Dieter Steves, die ehemaligen Bürgermeister Rudi Tonn und Karl Ingenerf. Als Ziele hatten sie formuliert, die allgemeine Leitidee Hospiz zu fördern und schwere Krankheit und Sterben als Teil des Lebens zu verstehen. Die Hauptaufgabe der Ehrenamtler des Vereins ist der ambulante psychosoziale Betreuungsdienst Schwerstkranker und Sterbender und deren Angehörige in ihrer häuslichen Umgebung. Zusätzlich wirkt der Hürther Hospizverein mit beim „Hospiz im Rhein-Erft-Kreis“, dem acht Hospizvereine angehören. Heute hat der Hürther Hospizverein 135 Mitglieder. Vorsitzender ist der evangelische Pfarrer Dieter Steves.