| Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir gehen.
Sprichwort
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| Nicht mutig
Die Mutigen wissen
Daß sie nicht auferstehen
Daß kein Fleisch um sie wächst
Am jüngsten Morgen
Daß sie nichts mehr erinnern
Niemandem wiederbegegnen
Daß nichts ihrer wartet
Keine Seligkeit
Keine Folter
Ich
Bin nicht mutig.
Marie Luise Kaschnitz
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Ich nehm's nicht hin,
ohne Zukunft zu sein !
Dagegen will ich mich wehren.
Ich werde die Hoffnung in dieser Welt,
so heftig ich kann,
vermehren.
Gudrun Pausewang
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Das Auge sagte eines Tages:
„Ich sehe hinter diesen Tälern
im blauen Dunst einen Berg.
Ist er nicht wunderschön ?"
Das Ohr lauschte
und sagte nach einer Weile:
„Wo ist ein Berg, ich höre keinen."
Darauf sagte die Hand:
„Ich versuche vergeblich ihn zu greifen.
Ich finde keinen Berg."
Die Nase sagte:
„Ich rieche nichts.
Da ist kein Berg."
Da wandte sich das Auge in eine andere
Richtung.
Die andern diskutierten weiter
über diese merkwürdige Täuschung
und kamen zu dem Schluss:
„Mit dem Auge stimmt etwas nicht."
Kahlil Gibran
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Ich wünsch Dir Weite...
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| Dass auch die neue Stufe
Du gelassen und getrost
beschreiten kannst;
dass die Gewissheit in Dir wächst:
auch dort bin ich
begleitet und beschirmt -
unsichtbar zwar
und doch genauso kraftvoll - stetig
wie immer neu
das Gras dem Licht
entgegenwächst;
und dass Du ankommst dann
wo man Dich gern willkommen heißt -
das alles werde Dir gewiss
mit jedem Schritt,
den Du jetzt weitergehst...
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Stufen auf Andros, Ägäis
Text unf Foto: Dieter Steves
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| Denn er hat seinen Engeln befohlen,
dass sie dich behüten
auf allen deinen Wegen,
dass sie dich auf den Händen tragen
und du deinen Fuß
nicht an einen Stein stoßest.
Psalm 91, 11+12
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| Dass immer eine Hand da ist
die hält
dass immer Licht
den Weg Dir hell macht
dass immer eine Stimme
zu Dir durchdringt
und Dir sagt
„Ich freu mich
dass Du da bist″
das wünsch ich Dir !
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Manchmal
reicht eine kleine Hand,
dass eine große spürt:
wir werden gehalten...
Text und Foto: Dieter Stevens
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| Wünsche...
Dass Du das Träumen nicht verlernst
und den Bodenkontakt dabei doch behältst;
dass Dir die Phantasie nie ausgeht
für das,
was sein könnte
(und manchmal auch sein wird
wenn uns das Gelingen geschenkt wird);
dass immer Menschen um Dich sind,
die Dir gut tun
so nah wie es für Dich stimmt –
dass auch im neuen Jahr für Dich
ein Stück duftende Wiese sich auftut
unter wärmender Sonne...
Text und Foto: Dieter Steves
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Auch hier geht es weiter...
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Es gibt keinen Weg zum Glück.
Das Glück ist der schöne, holprige Weg,
auf dem wir gehen, stolpern, tanzen.
Jochen Mariss
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Darß, Weststrand
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| Heute ist der Tag, um glücklich zu sein !
Kein anderer Tag ist dir gegeben
als der Tag von heute, um zu leben,
um fröhlich und zufrieden zu sein.
Verdüstere deinen Geist nicht
mit Angst und Sorgen von morgen.
Beschwere dein Herz nicht
mit dem ganzen Elend von gestern.
Lebe heute !
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auf dem Geusen-Friedhof in Köln-Lindenthal
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An das Gute von gestern magst du getrost
denken.
Träume auch von schönen Dingen,
die morgen kommen mögen.
Aber verliere dich nicht ins Gestern
oder ins Morgen.
Gestern: schon vorbei.
Morgen: kommt erst noch.
Heute: der einzige Tag,
den du in deiner Hand hast.
Mach daraus deinen besten Tag !
Phil Bosmans
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| Wo ist das Glück ?
Ein weiser Rabbi sieht einen Menschen
eilig über den Marktplatz laufen.
Wohin des Wegs ?, fragt er ihn.
Ich jage meinem Glück nach !
antwortet der Geschäftige.
Darauf der Rabbi:
Woher weißt du denn,
dass es vor dir herläuft ?
Vielleicht ist es hinter dir,
und du müsstest nur anhalten,
dann würde es dich einholen !
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Hör nie auf anzufangen,
fang nie an aufzuhören!
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Manchmal ist es gut,

eine Sache
andersherum
zu betrachten
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Menschen sind wie Kirchenfenster.
Wenn die Sonne scheint,
strahlen sie in allen Farben,
aber wenn die Nacht kommt,
kann nur ein Licht in Innern
sie voll zur Geltung bringen.
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| Elisabeth Kübler-Ross |
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Gerhard Richter, Fenster im Kölner Dom |
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Ein Tourist darf in einem Kloster
bei Mönchen übernachten.
Er ist sehr erstaunt
über die spartanische Einrichtung ihrer Zellen
und fragt die Mönche:
"Wo habt ihr eure Möbel?"
Schlagfertig fragen die Mönche zurück:
"Ja, wo haben Sie denn Ihre?"
"Meine?" erwidert darauf der Tourist verblüfft,
"ich bin ja nur auf der Durchreise hier."
"Eben", werfen da die Mönche ein,
"das sind wir auch."
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Mer klevve am Levve … Bis heute noch hält er und leuchtet im Licht. Doch irgendwann fällt er – wann, weiß er nicht. Die Wurzel nie sah er, doch gab sie ihm Kraft; der Biene verdankt er die Reife, den Saft. ‚Was leb ich ?’ – nie fragt er, noch wiegt ihn sein Ast, nie wirklich verzagt’ er, auf alles gefasst. Mir ganz gewiss schmeckt er und schmeichelt der Hand – kaum je bemerkt schenkt er die Kerne dem Land. Doch was dann geschieht, er wird es kaum ahnen – eh er sich’s versieht, wächst bald schon sein Samen … Text und Foto: Dieter Steves
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