Konzept zur Befähigung der Begleitung

Eine angemessene Vorbereitung und Begleitung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist im Hospizbereich unerlässlich, um den betroffenen schwerstkranken und Sterbenden und ihren Angehörigen das zu geben, was sie in dieser großen Krise des Lebens benötigen. Wer aber geben will, muss für sich selbst auch nehmen können.
Unsere Vorstellung einer individuellen Begleitungsarbeit ist daran orientiert, die vielen bereits vorhandenen Erfahrungen und Fähigkeiten der Mitarbeitenden zu aktivieren und auszubauen. Unser Ziel ist es, ihnen zu ermöglichen, Haltungen und Fertigkeiten zu entwickeln, die die Grundlage für eine qualitativ gute ehrenamtliche Begleitung bilden. Deshalb haben wir ein maßgeschneidertes Programm entwickelt, das stufenweise realisiert wird und folgendermaßen aussieht:
  • Grundwissen und -fertigkeiten vermitteln,
  • kontinuierliche Begleitung in Gruppen,
  • Erfahrungsaustausch bzgl. aktueller Kranken- und Sterbefragen,
  • Angehörigen- und Trauerbegleitung

Neben dem Informations- und Vorbereitungsseminar, an dessen Ende erst eine Entscheidung über die Mitarbeit in einem Hospiz-Verein steht, sind die Teilnahme an einem Gesprächsführungsseminar, an einem Seminar in Krankenpflege/Wahrnehmung sowie an den Seminaren Sterbe- und Trauerbegleitung für uns unerlässlich.

Die Gruppen, die sich einmal monatlich zusammenfinden, werden von Gruppenleiterinnen / Gruppenleitern begleitet. In den Gruppen werden die eigenen, früheren und aktuellen Erfahrungen mit Leid, Sterben, Tod und Trauer ausgetauscht, der Freude und den Kraftquellen des Lebens nachgespürt und in der Begegnung miteinander die eigene Haltung in der Begleitung reflektiert. Die Mitarbeiter/-innen können alle anstehenden Fragen besprechen und sich gegenseitig ermutigen und stärken. Zudem werden über die monatlichen Treffen der Kontakt zum Hospiz-Verein aufrechterhalten und Vereins-Informationen an die Gruppenmitglieder weitergegeben.

Die Supervision in Kleingruppen bei externen Supervisorinnen und Supervisoren ermöglicht den im Einsatz befindlichen Hospizmitarbeitenden, ihre in der Begleitung auftauchenden Fragen intensiv zu bearbeiten. Die Teilnahme an der Supervision ist freiwillig und kostenfrei.

Die Aufbauseminare verstehen sich als Angebote, die eine intensive Beschäftigung mit den jeweiligen Themen ermöglichen möchten. Unsere Erfahrung zeigt, dass hier ganzheitliches und über die Hospizarbeit hinaus fruchtbares „Lernen” stattfindet. Diese Aufbauseminare sind offen für interessierte Frauen und Männer; seien es in diesem Bereich professionell Tätige oder durch die Thematik Angesprochene.

Die Seminare finden in einem ansprechenden Seminar- und Tagungshaus statt. 3-Tage-Seminare können als Bildungsurlaub geltend gemacht werden. Eine entsprechende Bescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber kann bei der Anmeldung angefordert werden.

An alle Interessierten wenden sich z.B. die Hospizforen, die als Abendveranstaltungen aktuelle Themen aufgreifen. Durch Vorträge und andere kulturelle Veranstaltungen soll der Hospizgedanke in die Öffentlichkeit getragen und Raum für eine Auseinandersetzung mit den Themen Sterben und Leben, Trauern und Trösten geschaffen werden.

Im folgenden sind die Grundzüge zur Gewinnung der Befähigung zur Begleitung in einem Schaubild dargestellt.

Konzept zur Befähigung der Begleitung

Weitere Informationen können Sie auch der Bröschüre "Hospizbewegung Rhein-Erft" entnehmen.

 Befaehigung2017

 

 

März oder Oktober 2017

Obligatorisches Befähigungsseminar

„Rund um das Krankenbett“

  • - Was nehme ich wahr?
  • - Wie gehe ich damit um?
  • - Was macht es mit mir?

Das Seminar möchte Zeit und Raum geben, Ihre Gefühle, Ängste und Vorstellungen als ehrenamtliche Hospizhelfer in der Krankheitsphase und in der Sterbesituation wahrzunehmen, wertzuschätzen und zu reflektieren. Weiterhin geben wir Ihnen Einblick in die verschiedenen Krankheitsbilder und deren Symptome und möchten Ihnen die dazu möglichen pflegerischen Handgriffe nahe bringen.

 Kurs-Nr. 01
 1. Termin:  03. - 05. März 2017
 Zeit:  Freitag 17.30 - 21.00 Uhr, Samstag und Sonntag 9.30 - 16.30 Uhr
 Ort:  Curanum (Elisa) Seniorenstift, Arnikastr. 4, 50226 Frechen
 Referentinnen:  Katrin Petersen und Andrea Walter
 Teilnehmer:  14
 Kosten:  150,00 Euro
Kurs-Nr. 02
2. Termin:  13.-15. Oktober 2017
Zeit:  Freitag 17.30 - 21.00 Uhr, Samstag und Sonntag 9.30 - 16.30 Uhr
Ort:  Präses-Held-Haus, Alfterstraße 2, 50389 Wesseling
Referentinnen:  Gerhild Garenfeld und Christa Gustson
Teilnehmer:  14
Kosten:  150,00 Euro
Für Hospizmitarbeitende der im Rhein-Erft-Kreis kooperierenden Hospizvereine übernimmt der Hospizverein die Kosten. Das Seminar gehört zum verpflichtenden Bestandteil der Befähigung; notwendig ist die Teilnahme an allen Tagen eines Kurses; Anerkennungsfähig nach § 5 AwbG.

Februar und September 2017

Obligatorisches Befähigungsseminar

„Kommunikation in Krankheit und Krise“

In unserer temporeichen, technisierten Welt mit immer schnelleren und komplexeren Kommunikationswegen ist der unmittelbare Kontakt mit kranken und sterbenden Menschen eine besondere Herausforderung.
Menschen am Lebensende, durch Krankheit eingeschränkt und reduziert in ihren Möglichkeiten, sind ebenso wie ihre Zugehörigen auf eine verlässliche, authentische und hilfreiche Kommunikation angewiesen.
Das Seminar will Ihnen die Fähigkeiten vermitteln, wertschätzend und empathisch auf ihr Gegenüber einzugehen.
Grundkenntnisse über die Abläufe von Kommunikation werden Ihnen ebenso vermittelt, wie praktische Übungen, in denen Sie sich selbst in Gesprächssituationen ausprobieren können.

Kurs-Nr. 03
1. Termin:

 Samstag, 04. Februar und Samstag, 18. Februar 2017

Zeit:  9.30 - 16.30 Uhr
Ort:

 St. Martinus, An St. Martin 7, 50354 Hürth-Fischenich

Referent/-in:     Beate Krieger-Spohr und Petra Schmidt 
Teilnehmer:  14
Kosten:  120,00 Euro
Kurs-Nr. 04
2. Termin:  Samstag, 02. September und Sonntag, 03. September 2017
Zeit: 9.30 - 16.30 Uhr
Ort:

 Andreaskirche, Gemeindezentrum, Zum Sommersberg 20, 50321 Brühl-Vochem

Referent/-in:  Beate Geske und Thomas Schartmann
Teilnehmer:  14
Kosten:  120,00 Euro

 

Für Hospizmitarbeitende der im Rhein-Erft-Kreis kooperierenden Hospizvereine übernimmt der Hospizverein die Kosten. Das Seminar gehört zum verpflichtenden Bestandteil der Befähigung; notwendig ist die Teilnahme an allen Tagen eines Kurses; Anerkennungsfähig nach § 5 AwbG.

März und September 2017

Obligatorisches Befähigungsseminar

„Sterbebegleitung“

(Sterbe-) Begleitung beinhaltet immer auch Begegnung, Begegnung mit sterbenskranken Menschen, mit Angehörigen, mit mir,

● Begegnung mit Vergänglichkeit und meiner Vergänglichkeit,

● Begegnung mit Tod und meinem Bild vom Tod,

● Begegnung mit Trauer und meiner Trauer,

● Begegnung mit Grenzen und meinen Grenzen,

● Begegnung mit Fülle und meiner Fülle,

● Begegnung mit Leben und meinem Leben.

Wir gehen der Frage nach, welche Haltungen uns hilfreich sein können, um Menschen am Lebensende beistehen zu können. Auch werden wir unsere eigenen Erfahrungen mit Abschied, Tod und Trauer einbeziehen. In Einzelarbeit, Partner- und Gruppenübungen, im Austausch und in Stille werden wir auf vielfältige Weise dem Sterben und dem Leben begegnen und zu eigenen Haltungen in der Begleitung finden.

Kurs-Nr. 05
 1. Termin:  31 März. - 02. April 2017
 Zeit:  Freitag 9.30 bis Sonntag 16.30 Uhr
 Ort:

 Maria in der Aue, In der Aue 1, 42929 Wermelskirchen

 Referent/-in:    Anja Kurth und Agnes Laurs
 Teilnehmer:  16
 Der Anmeldeschluss für dieses Seminar ist der 13. Februar 2017

 Kosten:

 360,00 Euro, Übernachtung in Einzelzimmern mit Vollverpflegung
Kurs-Nr. 06
 2. Termin:  15. - 17. Sebtember 2017
 Zeit:  Freitag 9.30 bis Sonntag 16.30 Uhr
 Ort:

 Kardinal Schulte Haus, Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach

 Referentinnen:  Agnes Laurs und Anja Kurth
 Teilnehmer:  16
   Der Anmeldeschluss für dieses Seminar ist der 31. Juli 2017
  Kosten:

 360,00 Euro, Übernachtung in Einzelzimmern mit Vollverpflegung

 

Für Hospizmitarbeitende der im Rhein-Erft-Kreis kooperierenden Hospizvereine übernimmt der Hospizverein die Kosten. Das Seminar gehört zum verpflichtenden Bestandteil der Befähigung; notwendig ist die Teilnahme an allen Tagen eines Kurses; Anerkennungsfähig nach § 5 AwbG.

Mai und November 2017

Obligatorisches Befähigungsseminar

„Der Trauer begegnen“

Die Begleitung der Angehörigen und Freunde schwerstkranker und sterbender Menschen ist integraler Bestandteil der Hospizarbeit. Dies gilt nicht nur in der Zeit der Krankheit, der Pflege und des Sterbens, sondern auch darüber hinaus. Die Begleitung Trauernder fällt oft nicht leicht und kann Gefühle von Rat- und Hilflosigkeit hinterlassen. Immer wieder spüren Begleiterinnen und Begleiter auch ihre persönliche Betroffenheit, die durch die eigenen Abschieds- und Trauererfahrungen ausgelöst wird. Dieses Seminar eröffnet Ihnen die Möglichkeit,

  • in der Selbsterfahrung eigene Trauerwege zu betrachten,
  • unterschiedliche Strategien der Trauerbewältigung kennen zu lernen,
  • mit wichtigen Aspekten und Aufgaben der Trauer vertraut zu werden,
  • mögliche Bedingungen zu erkennen, die Trauer zusätzlich erschweren können,
  • einen Überblick über die unterschiedlichen Möglichkeiten zu bekommen, wie Trauernde im hospizlichen Umfeld begleitet werden können, um dadurch trauernden Menschen angemessen und hilfreich zu begegnen.

Kurs-Nr. 07
 1. Termin:  19. - 21 Mai 2017
 Zeit:  Freitag 9.30 bis Sonntag 16.30 Uhr
 Ort:  Kardinal Schulte Haus, Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
 Referent / in:  Beate Geske und Marcus Sternberg
 Teilnehmer:  16
 Kosten:  360,00 Euro Übernachtung in Einzelzimmern mit Vollverpflegung
 Der Anmeldeschluss für dieses Seminar ist der 03. April 2017
Kurs-Nr. 08  ENTFÄLLT!
 2. Termin:  10. - 12. November 2017
 Zeit:  Freitag 9.30 bis Sonntag 16.30 Uhr
 Ort:  Katholisch-Soziales Institut, Selhofer Straße 11, 53604 Bad Honnef 
 Referent / in:  Agnes Laurs und Romy Kohler
 Teilnehmer:  16
 Kosten:  360,00 Euro Übernachtung in Einzelzimmern mit Vollverpflegung
   Der Anmeldeschluss für dieses Seminar ist der 25. September 2017

 

Für Hospizmitarbeitende der im Rhein-Erft-Kreis kooperierenden Hospizvereine übernimmt der Hospizverein die Kosten. Das Seminar ist abschließender und verpflichtender Bestandteil der Befähigung und nicht gedacht für Menschen in akuter Trauer; Anerkennungsfähig nach § 5 AwbG.

April und November 2017

Obligatorisches Befähigungsseminar

„Menschen mit Demenz verstehen und begleiten“

Menschen mit Demenz leben in einer eigenen Welt. Reaktionen und Verhaltensweisen sind für „Außenstehende“ oft schwer nachvollziehbar. Es bedarf der Fähigkeit, sich in diese „eigene Welt“ hineinversetzen zu können, um Bedürfnisse zu erspüren und einen angemessenen und hilfreichen Umgang in der Begleitung zu finden.
Inhalte der Fortbildung sind:
  • Erweitertes Verständnis für das Krankheitsbild Demenz
  • Gefühlsvielfalt in der Demenz – Trauer und andere Gefühle
  • Wege des Kontaktes und der Erreichbarkeit
  • Sterbebegleitung bei Menschen mit Demenz
Dieses Seminar ist praxis- und erlebnisorientiert.
Kurs-Nr. 09
 1. Termin:

 Samstag, 29. April und Sonntag, 30. April 2017

 Zeit:  9.30 bis 16.30 Uhr
 Ort:

 Hospiz Pulheim e.V., Hackenbroicher Straße 16, 50259 Pulheim

 Referent / in:
 Claudia Kingler
 Teilnehmer:  14
 Kosten:  120,00 Euro 
Kurs-Nr. 10
 2. Termin:

 Samstag, 18. November und Sonntag, 19. November 2017

 Zeit:  9.30 bis 16.30 Uhr
 Ort:
 Präses-Held-Haus, Alfterstraße 2, 50389 Wesseling
 Referent / in: Carmen Schröder-Meißner
 Teilnehmer:  14
 Kosten:  120,00 Euro
 

 

Für Hospizmitarbeitende der im Rhein-Erft-Kreis kooperierenden Hospizvereine übernimmt der Hospizverein die Kosten. Das Seminar ist abschließender und verpflichtender Bestandteil der Befähigung.