Hospiz macht Schule 2012

Zum vierten mal besuchten wir in diesem Jahr eine Grundschule in Hürth. Am 17. September war es soweit. 5 ehrenamtliche Mitarbeiter von Hospiz Hürth und eine Koordinatorin besuchten die Gemeinschaftsgrundschule in Hürth-Kendenich. Frau Schubert, die Lehrerin der vierten Klasse, hatte die Schüler schon gut vorbereitet. Nach der Vorstellungsrunde konnten wir das Anfangsritual erklären und von da an ertönte das Lied "Der Himmel geht über allen auf, auf alle über,..." täglich auf dem Schulhof, da das Wetter sehr schön sonnig war.

 

 

Innerhalb der Klasse wurden die Kinder in 5 Gruppen eingeteilt. Der erste Tag behandelte in Klein- und Großgruppen das Thema "Werden und vergehen". An der Geschichte einer Raupe, die im Laufe ihres Lebens zu einem Schmetterling wird, verdeutlichten wir die Veränderung eines jeden im Laufe seines Lebens. Abschließend wurden Plakate erstellt, auf denen die Schüler mitgebrachte Fotos aufklebten. Das war natürlich ein großer Spaß, die Schulfreunde und auch die Gruppenbegleiter im Babyalter oder Kindergartenalter zu bewundern.

Am zweiten Tag beschäftigten wir uns mit Krankheiten. Uns besuchte eine Ärztin und die Kinder konnten alle Fragen, die sie zu ganz unterschiedlichen Krankheiten hatten, an diese weitergeben. Alle Fragen wurden verständlich und kindgerecht beantwortet. Gemeinsam überlegten wir auch, was kranken Menschen guttut und was wir für Schwerkranke tun können.

Am dritten Tag kam dann das Sterben ins Gespräch. Über die Arbeit eines Bestatters und über das Abschiednehmen wurden die Schüler durch einen Film aus der Serie "Willi will's wissen" sehr anschaulich informiert. Das Erfahrene konnten die Kinder immer wieder malend festhalten. Mit dem Thema Trauer beschäftigten wir uns am vierten Tag. Wie ein Trauernder sich nach dem Verlust eines nahe stehenden Menschen fühlt. wurde an Hand des Umtopfens einer Pflanze ganz anschaulich erlebt und besprochen

Am letzten Tag der Projektwoche behandelten wir das Thema "Trösten". Die Kinder hatten da sehr gute Vorstellungen, wie sie einen Mitschüler oder eine Mitschülerin trösten können, wenn diese traurig sind. Mit diesen Ideen wurde ein Trostbaum erstellt, der auch nach der Projektwoche im Klassenraum blieb. In den letzten zwei Stunden waren Eltern und Interessierte eingeladen, sich die Ergebnisse der Projektwoche anzusehen.